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Salzasser im Finimeter

Verfasst: So 16. Nov 2025, 15:28
von Franz
Hai!
Aus Italien habe ich zwei Dräger Finimeter zum Restaurieren bekommen, beide voll mit Salzwasser. Nach dem Ultraschallbad sehen sie wieder ganz passabel aus. Die Scheibendichtungen sind noch IA. Ich vermute, daß das Wasser über das Überdruckventil eingedrungen ist. Das ist wie ein altes Fahrradventil aufgebaut. Ein kleiner Gummischlauch sitzt stramm auf einem Messingteil welches über eine Bohrung mit dem Gehäuseinnern verbunden ist.
Ich rätzle darüber, wie das Messingteil in der Verschraubung abgedichtet wird? Es ist nicht verklebt, eine Dichtung nicht vorhanden. Das dichtet wohl Metall auf Metall. . .
Jetzt muss ich noch so einen dünnen Grummischlauch auftreiben. . . .

Hat jemand Erfahrung damit?
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Re: Salzasser im Finimeter

Verfasst: Mo 17. Nov 2025, 11:42
von oxydiver
Hallo Franz,

zur Sache an sich kann ich nichts wirklich beitragen, ich würde wahrscheinlich sicherheitshalber ein Dichtmittel mit dranmachen. Ich hatte aber vor einiger Zeit ein Fini offen das hatte dieses Überdruckventil in dieser Form nicht. Es stammt von einem jugoslawischen "Arak M83" Kreislaufgerät. Es ist ungelabelt sieht aber genau wie die Dräger Finis aus und hat die gleichen Maße, stellte Dräger die eigentlich selbst her?
Auf jeden Fall klemmt das Ding bei 30-50 bar, geht also nicht auf Null und ich finde den Fehler nicht. Ich hab es schon komplett ins Ultraschall gelegt, dann ging es kurz mal, dann wieder nicht.

Gruß Micha

Re: Salzasser im Finimeter

Verfasst: Di 18. Nov 2025, 08:31
von Franz
Hallo Micha,

der Hersteller ist WIKA: https://www.wika.com/de-de/startseite.WIKA Die haben für viele Abnehmer Druckmesser gebaut, auch Tiefenmesser.
Dein Druckmesser sieht baugleich zu dem von Dräger aus.

Wenn der Zeiger bei 50 bar hängt, klemmt wohl das Zahnsegment. Hast du es schonmal freigelegt?

Dichtmittel, ja, das werde ich machen. Solche dünnen Schläuche gibt es bei Ebay.

Gruß,
Franz

Re: Salzasser im Finimeter

Verfasst: Mi 19. Nov 2025, 10:30
von oxydiver
Hallo Franz,

weiter hatte ich das Fini nicht auseinandergenommen da ich keinen Ersatz habe, falls alles auseinanderschnippt :-) Es muss ja nur ganz minimal ein, wenn man es mit dem finger bewegt merkt man gar nichts.

Gruß micha

Re: Salzasser im Finimeter

Verfasst: So 14. Dez 2025, 20:20
von Franz
Hallo Micha,
inzwischen habe ich solch einen kleinen Schlauch für das Ventil finden können.
Es ist "Ventilschlauch" für Fahrräder und kostet nur ein paar Euro.
Unsere Finimeter kommen in die Jahre, bei Revisionen sollten wir die Überdruckventile warten,
die Ventilgummis austauschen.

Gruß,
Franz

Re: Salzasser im Finimeter

Verfasst: So 28. Dez 2025, 09:11
von Franz
Hallo Micha,

inzwischen habe ich eine gute Methode gefunden die Druckmesser aufzuschrauben:

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Um den Gewindering wird ein Gummi gelegt und mit einer Schlauchschelle fest angezogen. So gibt es ordentlich Haftung am ganzen Umfang. Mit der Wasserpumpenzange lässt sich der Ring öffen bzw. wieder festziehen. Bei hartnäckigen Fällen hilft WD 40.
Diese Methode funktioniert besser als jene mit Gewebeband und Gummi.

Jeden falls kommen unsere Finimeter in die Jahre. Ich habe mehrere davon aufgeschraubt und sämmtlich Überdruckventilschläuche waren verhärtet oder Porös. Die wären früher oder später vollgelaufen.

Guten Rutsch ins neue Jahr.

Franz

Re: Salzasser im Finimeter

Verfasst: Mo 29. Dez 2025, 11:20
von Franz
Noch was: Ich habe 5 Dräger Druckmesser nacheinander an mein DTG angeschlossen. Der angezeigte Druck variierte bei 130 bar Flaschendruck um plus/minus 10 bar, von 120 - 140 bar. Ab 50 bar und weniger, waren die Anzeigen alle etwa gleich.