MEDI Hydromat 2

oder auch Kompaktregler genannt

MEDI Hydromat 2

Beitragvon Franz » Mo 2. Nov 2015, 16:45

Kameraden,

schaut mal, der ziert jetzt breitschultrig meinen Schreibtisch:

L1140205.jpg
MEDI Hydromat I

L1140199.jpg
Mit liegender Ventilspindel. . .

L1140201.jpg
Die 4-l-Flasche habe ich von Hand durchgesägt. . . Alles original!


Es fehlen noch die Mundstückventilträger und eine Mundstückbüchse. Die kann ich zur Not selber drechseln.
In der nächsten Tauchsaison wird er gewässert. . .

: )
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Re: MEDI Hydromat 2

Beitragvon Franz » Fr 13. Nov 2015, 22:43

Hallo Lothar,

an den Ventilträgern sind in der Mitte Haltestifte ohne Pilzkopf, die Ventilscheiben fallen leicht wieder ab. Sind die original? Wie habt ihr die Scheiben zum Halten gebracht, mit Kleber? Alternativ könnte man Pilze drehen und einkleben.

Eine Büchse habe ich aus Nylon gedreht, passt. Warum ist diese nur auf der Ausatemseite montiert?
Auf der Einatemseite könnte man den Ventilträger auch zur Mitte hin rücken, der Totraum wäre kleiner. .

: )
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Re: MEDI Hydromat 2

Beitragvon Lothar » Sa 14. Nov 2015, 10:05

Hallo Franz,
Die Dinger halten eigentlich wie Ast. Die Haltestifte haben schon eine wennzige Verdickung, aber vor allem die Schniepel an den Ventilscheiben haben innen keine zylindrische Form sondern eher eine mit Widerhaken, siehe Querschnitt. Deine sind entweder ausgeleiert oder hart.
Man könnte sie auf dem Haltestift abbinden oder eine Scheibe mit Loch drauf drücken.
War bei meinen aber bisher nicht nötig.

medi-flatter-quer1.jpg


> Eine Büchse habe ich mir aus Nylon gedreht, passt. Warum ist diese nur
auf der Ausatemseite montiert?
> Auf der Einatemseite könnte man den Ventilträger auch zur Mitte hin
rücken, der Totraum wäre kleiner. .

Genau, aber da ist ein Ring eingelötet, auf dem der Ventilträger aufliegt.
Ich bossele auch gerade an so einem Mundstück, weil es einen höheren Ein-/Ausatem-Widerstand hat als das vom Mistral, was mich ärgert. Ich habe beide Ventilträgeraufnamen des Mundstücks ausgedreht und die Träger+Silikonventile von VDH ($25) eingesetzt. Das ist die wahre Sahne. Wirklich erstaunlich, was das bisschen mehr an Durchmesser und die Weichheit der Scheiben ausmachen.

vdh-flatter.jpg
vdh-flatter.jpg (140.02 KiB) 14018-mal betrachtet


Außerdem verschiebe ich die Ventilträger so weit wie möglich nach innen, was Du ja auch schon als Idee hattest. Die Gewinde für die Ringe der Schlauchstutzen habe ich auch noch entsprechend abgedreht, so dass das Mundstück auch schmaler wird.
Langsam wird's.
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Re: MEDI Hydromat 2

Beitragvon Franz » So 15. Nov 2015, 06:18

Hallo Lothar,

welchen Außendurchmesser haben die VDH Ventilträger?
Jene von Dräger passen auch in das MEDI-Mundstück, der Bund muß in der Breite etwas abgenommen werden:

L1140265#.jpg


: )
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Re: MEDI Hydromat 2

Beitragvon Lothar » Mo 16. Nov 2015, 15:57

Hallo,
ich hab' mal noch ein kleines Bild gemacht, um meine Bastelei zu verdeutlichen:

hydromat-mundstueck-mod.png
hydromat-mundstueck-mod.png (223.66 KiB) 13989-mal betrachtet


Anlass war, die Richtung des originalen Mundstückes zu ändern, damit es zu meinen Reglern passt, die ich mittlerweile alle auf die Mistral-Richtung (einatmen an Steuerbord, ausatmen an Backbord) umgestellt habe, damit alles austauschbar ist.
Das ist zugegebenermaßen nicht nötig, wenn man die Regler immer in ihrer Originalkonfiguration mit ihren Schläuchen betreibt.

Da die Flatterscheiben von VDH wegen des dünnen Silikons und der zusätzlich mit dem Schaft abhebenden Scheibe einen sehr niedrigen Atemwiderstand realisieren, wollte ich die bei der Gelegenheit einsetzen.
Wenn man nicht gleich die kompletten Ventilträger mit Flatterscheiben verwenden will, weil sie $25 kosten, kann man von den MEDI wagon wheels den kleinen Stift entfernen und dort ein 3,2-mm-Loch bohren.

Um den Totraum im Mundstück zu verringern, habe ich das Einatemventil etwas weiter nach innen gesetzt.
Die dann mögliche Verkürzung der Ventilkammer ist natürlich nicht nötig, aber das Mundstück wird damit schmaler.
Die entstehende Asymmetrie bemerkt man nicht beim Tragen.
Das Gewinde reicht immer noch zum Aufschrauben des Überwurfringes.
Leider lassen sich die wagon wheels nicht noch weiter hinein versetzen, da dann die Scheiben beim Atmen anstoßen.
Dafür wäre die letzte Version der MEDI-Mundstücke ideal, da bei dem der große Durchmesser der Ventilkammer über die gesamte Breite des Mundstückes erhalten bleibt. Aber das ist nicht mehr zu bekommen oder?

Dann habe ich noch den Stutzen für da Bissstück um etwa 5 mm gekürzt.
Damit werden die Hebelverhältnisse beim Tragen günstiger.
Man könnte auch noch den Stutzen im Gehäuse versenken wie beim Royal-Mistral-Mundstück.
Aber das war mir dann doch zu aufwändig ;-)

Mit dem so modifizierten MEDI-Mundstück hat man ein sehr robustes und leicht atmendes Teil, was sich mit allen 2,5"-Schläuchen an beliebigen Reglern einsetzen lässt.
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Re: MEDI Hydromat 2

Beitragvon Franz » Do 19. Nov 2015, 07:17

Hallo Lothar,

klasse gemacht!

Auf die Idee die "Luftrichtung" umzustellen bin ich noch nicht gekommen. Das ändert jedoch den Winkel zwischen dem großen Steuerhebel und der Neigungsachse der Membran in normaler Schwimmlage. Ob das von Nachteil sein kann? Der Einatemwiderstand könnte vielleicht messbar etwas höher sein, wahrnehmbar wohl nicht.

Diese VDH Ventilscheiben muß ich mal im Duomat ausprobieren. Hast Du noch zwei übrig?

: )
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Re: MEDI Hydromat 2

Beitragvon Lothar » Do 19. Nov 2015, 10:09

Hallo Franz,
da sehe ich kein Problem. Das Teil ist symmetrisch aufgebaut und wird einfach gespiegelt.
Dadurch ändern sich IMO die Kräfteverhältnisse nicht.

ori.jpg
originale Lage

lot.jpg
Lage nach Drehung


VDH-Scheiben habe ich noch und kann Dir in einigen Tagen welche schicken.
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Re: MEDI Hydromat 2

Beitragvon Franz » Fr 20. Nov 2015, 07:29

Hallo Lothar,

danke, ich werde die Scheiben einbauen und darüber berichten.

In den Automaten von Dräger stehen die Steuerhebel in normaler Schwimmlage senkrecht. Das wurde ab dem "Delphin" so realisiert.

Steuerhebel.JPG

Die Membrane führt beim Einatmen eine Kippbewegung aus. Da sie am unteren Rand unter höherem Wasserdruck steht, hippt sie um eine Achse, die im unteren Bereich liegt, sie ist in rot eingezeichnet. Daher die Überlegung, daß in dieser Stellung der wirkungsgrad der Membrane am besten ist. Das scheint jedoch kaum eine Rolle zu spielen, da viele Hersteller die Hebel in anderen Positionen montieren.
Joseph Helpenstein hat mir ein Meßgerät überlassen mit dem wir das mal nachmessen könnten. Mir fehlt leider ein Adapter für die Gummumundstücke. Den muß ich gelegentlich selber machen. Beim Messen müssten die Automaten im Wasser stehen. . . Eigentlich spielt das letzte Quäntchen in der Verbesserung keine Rolle. Auch den Membranschwimmer habe ich wieder ausgebaut. Ich tauche seit bald 30 Jahren mit dem Duomat, der marginal höhere Einatemwiderstand hat mich noch nie gestört, ist kaum Wahrnehmbar und ist nicht höher als beim Inhalieren durch die Nase verglichen mit der Mundatmung an der Oberfläche. Dafür überwiegen die vielen anderen Vorteile der Kompaktregler.

: )
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Re: MEDI Hydromat 2

Beitragvon Franz » Sa 21. Nov 2015, 17:44

Lothar,

noch eine Idee:
Membran 1.jpg
Die vereinfachte Skizze zeigt die Arbeitsweise der Membran in normaler, schräger Schwimmlage. Unten ist sie, wegen des höheren Wasserdrucks nach innen gedrückt. Beim Inhalieren wirkt der Wasserdruck nur im oberen Bereich der Membranscheibe auf den Steuerhebel. Die Membrane führt dabei eine Kippbewegung aus. Die Kippachse ist als roter Punkt gekennzeichnet. Das Habe ich so im Regenwasserfaß beobachtet. Der Regler wurde ohne Deckel betrieben, sodaß die Arbeitsweise der Membran zu sehen war. Die Membran habe ich dabei mit einem Ring auf den Topf geklemmt und dicht gehalten.

membran 2 .jpg
Meine Idee war, die Membran mittels eines Kipphebels, zwangszuführen, damit sie nicht unten einknicken kann. Der Wasserdruck auf der gesamten Mittelscheibe wirkt jetzt auf den Steuerhebel. Das hat im Regenwasserfaß prima funktioniert. Beim praktischen Tauchgang habe ich keine Verbesserung feststellen können. Irgendwo ist da wahrscheinlich ein Denkfehler.

: )
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Re: MEDI Hydromat 2

Beitragvon Franz » Di 24. Nov 2015, 14:41

Hallo Lothar,

die VDH Ventilteller sind angekommen, vielen herzlichen Dank. Quanta Cassa?

Die Dräger Wagenräder muß man auf 2,9 mm aufbohren damit die Mittelstifte leicht hineinpassen. Auf der Einatemseite funktionierte alles auf Anhieb. Auf der Ausatemseite blockierte die Scheibe. Sie hat einen Außendurchmesser von 31 mm, der stößt beim Ausatmen innen an die Schräge in der Schlauchanschlußtülle und blockiert erstmal bis, nach Druckaufbau, ruckartig freigegeben wird. Mit einer scharfen Schere wurde der Außendurchmesser auf 30 mm verkleinert, hat immer noch geklemmt, wenn auch weniger. Erst bei 29 mm waren die Probleme beseitigt. Die Ventilteller von Dräger haben ebenfalls 29 mm Außendurchmesser. Jedenfalls ist das Problem jetzt auch gelöst. Dafür löst sich mein Duomat-Mundstück so langsam auf, wird rissig und klebrig. . .

Müssen die Mittelstifte so lang bleiben, oder kann man sie kürzen?

: )
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Re: MEDI Hydromat 2

Beitragvon Lothar » Mi 2. Dez 2015, 20:28

Hallo,
> Die Dräger Wagenräder muß man auf 2,9 mm aufbohren damit die Mittelstifte leicht hineinpassen.
Für die VDH-Teile bohre ich 3,2 mm, damit der Stängel im Loch gleiten kann.
Das bringt noch was.

> Mit einer scharfen Schere wurde der Außendurchmesser verkleinert
Versuche ich zu vermeiden. Je mehr die Scheibe übersteht, desto schwerer lässt sie sich durch die Speichen blasen.
Ich versuche lieber, das wegzunehmen, was stört.

> Müssen die Mittelstifte so lang bleiben, oder kann man sie kürzen?
Nö, kannst Du kürzen.
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