Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon oxydiver » Mi 20. Dez 2017, 12:03

Moin Männer mit den gesunden Organen,

Der Testhelm ist soweit nach meinen Vorstellungen fertig. Nun muss ich nur noch den Medi CV Anzug reparieren und ggf. anpassen. Die Details hatte ich schon oft beschrieben.

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Gruß Micha
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon Franz » Mi 20. Dez 2017, 12:28

Hallo Micha!

Da lacht das Herz! Sogar mit lackiertem Frontfenster!

Welcher Innendurchmesser hat dein Helm?

: )
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon oxydiver » Mi 20. Dez 2017, 13:13

Der Helm hat bedingt durch den Kragen und den Spannring ca. 225mm innen. Ist aber ein bissschen eng, finde ich. Ich würde ihn etwas größer machen bzw. birnenförmig wie auf den alten Bilder. Diese Bauform ist allerdings etwas komplizierter herzustellen, man müsste Sie um das Gestäbe herumnähen.

Gruß Micha
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon Franz » Mi 20. Dez 2017, 14:36

Hallo Micha,

bei der Kugelform kommen wir im Falle von irgendwelchen Umbauten oder Nacharbeiten nicht oder nur schwer an die Teile heran. Daher sollten wir bei deiner umgekehrten U-Form bleiben. Dem Sattler ist das sicher auch lieber so. Das war bei Kreeft bestimmt auch nicht anders, er hat bekanntermaßen öfters am Anzug modifiziert. Als Innendurchmesser können wir 250 - 280 mm nehmen, das entspricht einem kleineren Taucherhelm.

: )
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon stg53 » Fr 22. Dez 2017, 13:13

moin Micha!
deine Konstruktion ist genial, sieht super aus.

aber hier ein paar Fragen:
1. warum nun doch hängender Schlauch an Haube und nicht auf Brusthöhe Anzug?
2. warum hacken wir immer noch auf doppelt geschlossenem Sprachschlauch rum?
3. wieso moniert ihr den Durchmesser des Kopf-Flansch?
4. warum kommt nun wieder das Ausgleichsgefäß (Fass) in´s Spiel?

Liebe Mitstreiter, es geht um den Nachweis der Funktion des KTA. Nicht mehr und nicht weniger. Ich gebe jetzt aber Micha recht, dass hier vielleicht zuviel um Sicherheit nachgedacht wird. Deshalb wäre mein Vorschlag: Bailout dass der Taucher ca 5min lang autonom atmen kann. Unabhängig vom Luftschlauch, das ist primär. alles andere müssen wir mit Rettungstaucher, Rettungsleine, Bergungsszenario usw. regeln..
Es ist in meinen Augen für dieses Nachweis völlig nebensächlich, dass der Taucher leicht und angenehm in den KTA rein und raus kommt, ob man den Taucher oben gut hört, oder die Trommelfelle mal ca 10min Druckschwankungen eines Blasebalg aushalten müssen (die bei weitem nicht an das Druckgefälle einer ordentlichen Taucher-Handhebelpumpe herankommt). wir sollten uns lieber Gedanken um die wirklich wichtigen Dinge machen. Um schicki-micki kümmern wir uns, wenn das Testresultat die ersten Ideen und Gedankengänge bestätigen.

so, nun werde ich aber erst einmal ein paar Tage lang pausieren, Weihnachten und Jahreswechsel genießen.
Ich wünsche allen Kreeftianern und am Projekt Interessierten ein schönes Fest und einen guten Rutsch in´s neue Jahr.
Beste Grüße
Ulf
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon oxydiver » Mo 25. Dez 2017, 12:26

Hallo Ulf,
Den Hängeschlauch an die Haube habe ich so gemacht damit ich deinen Anzug nicht kaputtmachen muss! So kann man schön die Höhe des Ventils ausprobieren.
Der Sprachschlauch wird halt dikutiert.
Die Haube ist mir etwas eng, einen Taucher mit kleinerem Kopf mag sie genügen, deswegen testen wir ja.
Das Puffergefäß halte ich auch nicht für notwendig, aber wir testen ja.

Schöne Feiertage noch
Micha
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon oxydiver » Mi 27. Dez 2017, 17:43

So Kreftianer,

Eine Variante der Luftversorgung habe ich fertig. So ähnlich wie weiter vorn zkizziert. Ich hab in meinem Fundus allerdings noch einen O2 Schweissdruckminderer gefunden den ich für Preßluft adaptiert habe. Man kann sehr schön fein dosieren. Die Preßluftschläuche sind steckbar. Der Balg ist gut für 2-3m schätze ich, er hat ein Rückschlagventil am Ausgang (in dem kleinen schwarzem Kasten).

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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon Franz » Fr 29. Dez 2017, 15:05

Hallo Zusammen!

Auch hier war kreeftmäßig über die Feiertage einiges zugange. Alle Metallteile wurden nochmal neu gezeichnet, einige sind noch in Arbeit.

Es gibt zwei Möglichkeiten das Helmfenster an den Helm zu passen:

L1190732#.jpg
Version 1, Helm vorn abgeflacht.

L1190738.JPG
Von unten sähe das etwa so aus.

L1190733#.jpg
Version 2 mit dem Fenster vor die Helmrundung.

L1190735#.jpg
Hier beide Varianten von der Seite.

Bei Variante 2 (rechts) wird das Leder nach vorn zum Fensterrahmen geführt, es muß im rechten Winkel am ganzen Umfang in den Fensterflansch gebogen werden und wird sich wellen. Oder man setzt vorn ein ovales Stuck ein und vernäht es mit den "Wangen". Das erfordert einen komplizierteren Schnitt und mehr Ledernaht.
Variante 1 (links) ist viel einfacher zu bauen. Das Fenster wird einfach in die Helmrundung geschnitten und montiert. Eventuel ist eine senkrechte Naht unterhalb des Fensters notwendig, da sich das Leder dort wellen wird. Wir werden sehn was der Sattler meint, der hat vielleicht noch eine andere Idee.
Bei einem Helmdurchmesser von 300mm, bleiben innen 270 mm vom Hinterkopf bis zum Helmfenster, das reicht völlig. In einem Kupferhelm sind es nur 10 mm mehr. Seitlich ist auch genug Platz.

Mit jahresendlich kreeftigem Gruß,
: )
Franz
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon oxydiver » Fr 29. Dez 2017, 20:19

Hallo Franz,
Über den Schnitt des Helmes würde ich mir auch nicht auch allzu viele Gedanken machen. Einfach ein oben runder Zylinder aus möglichst wenig Teilen (ich hatte 4 genommen). Dort wo das Fenster ist wird er durch dieses glattgezogen. Falten etc. sind kein Problem. Es wird ja kein Maßanzug im engeren Sinne. Högners Anzug ist da schon ein gutes Vorbild denke ich. Beim Testhelm waren die Abnäher nur nötig weil ich auf den Halsring reduzieren musste. Ich denk auch höchstens 250mm Durchmesser für den Helm reichen. Sonst erzeugen wir zu viel Auftrieb. Auch der Anzug sollte relativ körpernah, ohne unnütze Nähte geschnitten sein. Nicht so groß wie der Testanzug.

20171229_094328.jpg

Im Büchlein "Tauchzubehör selbstgebaut" von Martin Ködel ist ein Schnitt für einen Trockentauchanzug, vielleicht kann der Sattler den adaptieren...teilweise?

Trocki Kroedel 1961_web.pdf
(1.57 MiB) 34-mal heruntergeladen


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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon Franz » Mo 1. Jan 2018, 12:15

Alles Gute zum neuen Jahr!

Den Helmaußendurchmesser sollten wir bei 300 mm belassen. Bei 250 mm ist kaum Platz mehr zwischen Hinterkopf und Fensterscheibe.

Hier technische Zeichnungen nach denen Rob Krul ein Angebot abgeben kann. Ich will sie mit ihm per Skype und Teamviewer besprechen. Es fehlen noch die meisten Maße, die Darstellungen sind jedoch maßstäblich. Vermaßt wir erst nachdem der Testtauchanzug im Wasser war und evtl. Änderungen berücksichtigt wurden.

Die Zeichnungen werden deutlicher nach dem Draufklicken.

In spätestens sechs Monaten wird der Anzug gewässert. Vor der offiziellen Vorführung müssen wir mit ihm üben. . .

: )
Franz

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Vielleicht müssen wir das Gestäbe noch etwas auf die Brust ziehen, damt der Helm nicht nach vorne kippt. Das Fenster wird einiges wiegen. Mal abwarten was unser Tauchversuch ergibt.

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Das Sicherheitsventil muß bei einem Membranriß zumachen. Die Feder muß leicht nachgeben.

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Zuletzt geändert von Franz am Di 2. Jan 2018, 08:03, insgesamt 9-mal geändert.
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