Restaurieren alter Ausrüstungsteile

Alle Arbeiten und Methoden

Restaurieren alter Ausrüstungsteile

Beitragvon Franz » Mi 5. Dez 2012, 15:26

Hallo!

Hat jemand Erfahrung mit der Verwendung von Ultraschall- Reinigern beim Restaurieren alter Tauchausrüstungsteilen gemacht? Kann man "organisches" Material wie Leder oder Gummi damit reinigen? Gehen damit auch Verkrustungen und Rost ab?

Gruß,

Franz
Benutzeravatar
Franz
HTG-Mitglied
 
Beiträge: 986
Registriert: Fr 24. Jun 2011, 14:29
Vorname: Franz
Spezielle Interessen: Alte Tauchausrüstungen, Tauchgeschichte. . . .

Re: Restaurieren alter Ausrüstungsteile

Beitragvon Lekies » Do 6. Dez 2012, 23:44

das hängt von der verwendeten Reinigungsflüssigkeit ab. Ich benutze da was vom Zahntechniker und damit wird auch Gummi wieder wie neu! Ich mache ja auch Service für Lungenautomaten, da werden selbst alte Mundstücke wieder richtig gut!

Mit Leder habe ich das noch nicht versucht, da nehme ich Lederöl und Sattelseife. Lederöl hat den Vorzug, dass es, gerade bei altem Leder, wesentlich weniger mühselig aufzutragen ist und fast sofort einzieht. Damit habe ich z.B. die Manschetten von meiner Dräger Hebelpumpe wieder butterweich gemacht!

Liebe Grüße
Volker
Volker
Benutzeravatar
Lekies
HTG-Mitglied
 
Beiträge: 66
Registriert: So 26. Jun 2011, 19:59
Vorname: Volker

Re: Restaurieren alter Ausrüstungsteile

Beitragvon Lothar » Mo 10. Dez 2012, 20:26

Hallo Volker,
> Ich benutze da was vom Zahntechniker
Hast Du davon eine genaue Bezeichnung, damit man sich das Zeug mal besorgen kann?
Gruß,
Lothar
Benutzeravatar
Lothar
Administrator
 
Beiträge: 243
Registriert: Sa 25. Jun 2011, 19:50
Wohnort: Dresden
Vorname: Lothar

Re: Restaurieren alter Ausrüstungsteile

Beitragvon Lekies » Mo 10. Dez 2012, 22:25

ich habe mir das mal rausgesucht, das Mittel heißt sehr prosaisch:
Der Reiniger

Vertrieb über die Fa.
Weber & Partner GmbH
Eiffestrasse 462
20537 Hamburg

tel: 040-256151

Das Mittel wird 1:10 verdünnt und ich kaufe da immer 5 Liter, die müssten sowas bei 75 Euro kosten.

Liebe Grüße

Volker
Benutzeravatar
Lekies
HTG-Mitglied
 
Beiträge: 66
Registriert: So 26. Jun 2011, 19:59
Vorname: Volker

Re: Restaurieren alter Ausrüstungsteile

Beitragvon oxydiver » So 16. Dez 2012, 17:59

Also ich nehme immer Wasser + Spülmittel... Im Osten Fitwasser im Westen Prilwasser :-) Und je nach Bedarf etwas Essig oder/und Spiritus. Im Grunde genommen sollen die Tenside ja nur den durch Kavitation gelosten Dreck etc. in der Schwebe halten. Gerade heute wieder getestet - für Kleinteile - in meinem billig Ultraschall Bad.

Schönen 3. Advent
Micha
Benutzeravatar
oxydiver
HTG-Mitglied
 
Beiträge: 550
Registriert: So 16. Okt 2011, 19:53
Wohnort: Sachsen Anhalt
Vorname: Michael
Spezielle Interessen: Eigenbau und Tauchen mit altem Gerät, insbesondere Kreislaufgeräten. Sammlung von DDR Tauchtechnik.

Re: Restaurieren alter Ausrüstungsteile

Beitragvon Baelt » Mi 13. Mär 2013, 14:10

Hallo Franz,
nach den vorstehenden ermutigenden Kommentaren habe ich mir nun für die Restauration meiner O2 Kreislaufgeräte einen kleinen Ultraschall-Reiniger angeschafft (Typ „EMMI 12HC“ von EMAG).
Inhalt: 1,2 Liter, Einsatzkorb 180 x 80 x 65 cm. Reicht für Kleinteile.
Das Gerät hat eine Zeitschaltuhr. Heizung von 20 – 80 Grad C regelbar.
Derzeit bei mir in Arbeit: eine „Medi-Nixe“, deren Chromteile, Atemkalkdeckel und auch die Atemschläuche (ein Teil des Atembeutels leider auch) irgendwann einmal mit mattschwarzer Farbe übergepinselt wurden. Mein Versuch, die Farbe vorsichtig abzuschleifen, war mir dann doch zu gewalttätig. Sie haftete unglaublich fest. Ohne Oberflächenschäden hätte ich sie nicht entfernen können.
Nach Ultraschall-Bad mit Spezialreiniger für Buntmetalle, Einstellung 60 bis 80 Grad C und 30 bis 45 Minuten ließ sich die Farbe leicht mit einer Zahnbürste (Atemkalkdeckel: harte Schuhbürste) unter fließendem Wasser entfernen. Selbst feine Gewinderillen sind wieder wie neu gedreht.
Gummiteile, wie Dichtungsformplatte des Mundstücks und Gummimundstück selbst haben die Tortour bei 30 Grad C und 50 Min. „glänzend“ überstanden und sind fast „fabrikneu“.
Zusammenfassend: exzellente Ergebnisse.
Falsch war, dass ich zunächst den Korb mit Teilen bis auf den Boden der Wanne versenkte. Merkbar bessere Wirkung: Korb mittels Seitenklammern schwebend in die Wanne hängen.
Gruß
Helmut
Dateianhänge
HK7_4866.jpg
HK7_4849.jpg
HK7_4860.jpg
HK7_4855.jpg
HK7_4861.jpg
HK7_4854.jpg
HK7_4863.jpg
HK7_4843.jpg
Benutzeravatar
Baelt
HTG-Mitglied
 
Beiträge: 33
Registriert: Mo 24. Okt 2011, 19:57
Vorname: Helmut
Spezielle Interessen: historische Sauerstoff-Kreislaufgeräte mit geschlossenem Kreislauf


Zurück zu Reparatur / Restauration



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste

cron