Seite 1 von 1

De Marchi - da Lorena

BeitragVerfasst: Mo 25. Okt 2021, 10:35
von Franz
Hallo Zusammen,

in Italien wird der Taucherhelm von De Marchi - Da Lorena nachgebaut. Die Italiener wurden von Kreeft angesteckt. . .
Michael Jung hat einen Text dazu verfasst, es gibt ihn nur in Englisch:
https://www.academia.edu/57311524/A_new ... mi_in_1535

HDTimes #73 Low Res Colour  Autumn 2021-12#.jpg

HDTimes #73 Low Res Colour  Autumn 2021-12.jpg

HDTimes #73 Low Res Colour  Autumn 2021-12.jpg

WhatsApp Image 2021-10-14 at 18.37.39.jpg

WhatsApp Image 2021-10-15 at 10.41.55.jpg

WhatsApp Image 2021-10-19 at 16.32.35.jpg


Die Luftversorgung funktionierte wohl per Balg. Wenn der Nachbau funktioniert, wäre das eine kleine Sensation. Der erste offene "Taucherhelm" wäre drei Jahrhunderte vor Dean von einem Franzosen in Italien gebaut worden. . .

Gruß,
Franz

Re: De Marchi - da Lorena

BeitragVerfasst: Mo 25. Okt 2021, 13:07
von Franz
Es gibt noch einen weiteren Artikel vom Michael Jung zum Thema:

img377.jpg

img378.jpg

img379.jpg

img380.jpg

img381.jpg

img382.jpg

img383.jpg

img384.jpg

img385.jpg

img386.jpg


Gruß,
Franz

Re: De Marchi - da Lorena

BeitragVerfasst: Mo 25. Okt 2021, 13:58
von oxydiver
Ab wann wird eigentlich eine Einmann-Taucherglocke zum Taucherhelm :-)?

Gruß Micha

Re: De Marchi - da Lorena

BeitragVerfasst: Mo 25. Okt 2021, 14:16
von MJung
In dem Moment, wenn der Taucher sich mit seinen eigenen Beinen auf dem Meeresgrund gehend frei bewegen kann (eigene Arbeitsdefinition, das ist wohl das zentrale Kriterium)

Re: De Marchi - da Lorena

BeitragVerfasst: Mo 25. Okt 2021, 16:00
von Franz
Hallo Zusammen!
Dieser "Glocken-Helm" hat ein ganz schönes Volumen: 412 Liter. Abzüglich dem Oberkörpervolumen bleiben gut 380 Liter, d.h. man braucht ordentlich Blei. Sicher um die 300kg wenn man das geschätzte Gewicht der Konstruktion abzieht. Aus diesem Grund wurde der Helm an einem Kran in die Tiefe gelassen. Dort angekommen war der Taucher wegen dem geringeren Luftvolumen erstmal vollkommen überbleit. Wenn die Luftversorgung per Balg funktionierte, konnte das komprimierte Volumen einigermaßen wieder ausgeglichen werden. Die Konstruktion blieb am Kran hängen, De Marchis Aktionsradius war dadurch eingeschränkt, er hat sich wohl nur im Umkreis von zwei Metern bewegen können, eher weniger. Über Leinensignale hat er das Kranschiff vielleicht dirigiert, so hätte er einen größeren Aktionsradius. Insofern war die Konstruktion ein Zwitter zwischen Glocke und Helm.
Das größte Problem liegt beim Balg, der muss mindestens 1 bar liefern.. . . . Ich hätte eine Idee, s. Skizze.

img511.jpg

Die beiden Balgen werden über eine Wippe auf Bodenhöhe bedient. Die Pumpmannschaft kann ihr Körpergewicht einsetzen. Kleiner Balg, langer Hebel. Damit man genug Pumpvolumen hat, braucht es sicher drei solcher Anlagen.
Da muß noch viel ausprobiert werden. Ich bin gespannt, wie die Italiener mit den Problemen umgehen.

Gruß,
Franz

Re: De Marchi - da Lorena

BeitragVerfasst: Fr 19. Nov 2021, 16:41
von MJung
Ja, soetwas wird es gewesen sein. Solche "Wippen"-Blasebälge waren damals schon gut in Italien bekannt, wie die Darstellung von Vittorio Zonca (1607, S. 100) zeigt:

Zonca 1607.JPG

Re: De Marchi - da Lorena

BeitragVerfasst: So 21. Nov 2021, 14:19
von Franz
Michael,

sehr schön, das wäre die Vorlage. Schickst du das Bild nach Italien?
Wir brauchen eine Wippe mit zwei kleinen Balgen und langen Hebeln, die an jedem Ende von jeweils einer Person bedient werden.
Wenn das Leder der Blagen hält, wette ich, daß mindestens 1 bar möglich ist.

Gruß,
Franz