Unbekannter Taucher

Meinungen, Fragen, Diskussionen zu Themen, die in keine der obigen Kategorien passen

Unbekannter Taucher

Beitragvon Franz » Mi 15. Nov 2017, 13:39

Hallo!

Weiss jemand wer der Taucher auf diesem Foto ist?
Andrés Clarós fragt danach:

DSCN3901#.jpg


: )
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Re: Unbekannter Taucher

Beitragvon oxydiver » Do 16. Nov 2017, 06:39

Das Bild habe ich auch in meiner Web-Sammlung zum Kleintauchgerät 138. Es stammt von dieser Website http://blogs.taz.de/blog/2011/08/07/kairo-virus_107/ Die Bildunterschriften sind aber wohl eher komisch/satirisch gemeint? Dort steht "Matthias Endrich......"

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Re: Unbekannter Taucher

Beitragvon Frog » Fr 17. Nov 2017, 06:54

von der Ausrüstung her würde ich auf ein Teammitglied von Hans Hass bei seinem Tauchgängen vor Giannutri tippen.
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Re: Unbekannter Taucher

Beitragvon Franz » Fr 17. Nov 2017, 07:17

Moin,

das Foto habe ich an Michael Jung geschickt, vielleicht hat er eine Idee. Es muß aus den 1950ern stammen, das sieht man an der Ausrüstung. Der Taucher hat athletische Oberschenkel, war wohl öfters mit Flossen unterwegs. Er verwendet eine Filmkamera mit Scheinwerfer.

Andrés Clarós will über den Namen die Familie kontaktieren, vielleicht lebt der Taucher noch und hat seine Unterwasserkamera im Regal liegen.

: )
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Re: Unbekannter Taucher

Beitragvon Franz » Fr 17. Nov 2017, 09:50

Hallo Zusammen!

Der Taucher lebt leider nichtmehr, Michal Jung hat folgende Information geschickt:

Es ist Alfred Diener aus Saarbrücken, der Tauchlehrer bei Barakuda war und vor Elba ertrank.
Er trägt an der linken Hand einen Handschwimmschuh. Interessantes Detail, konnte ich auf dem sw Bild nicht erkennen


Das muß eine der ersten deutschen Tauchbasen gewesen sein.
Schwimmhandschuhe, Ich wundere mich, warum wir Taucher keine Handschuhe mit Schwimmhäuten tragen. Zum "Rangieren" wäre das von Vorteil. . .

: )
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Re: Unbekannter Taucher

Beitragvon oxydiver » Do 20. Dez 2018, 11:20

Hallo,

durch Zufall hab ich noch etwas anderes gefunden, es soll Walter Müller aus Nürnberg sein. Alfred Diener sah Fotos zu Folge (meiner Meinung nach) anders aus.

Walter Müller.jpg
Walter Müller.jpg (213.3 KiB) 501-mal betrachtet


Quelle: http://www.stadtarchive-metropolregion- ... hen-lernte

Gruß Micha
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Re: Unbekannter Taucher

Beitragvon oxydiver » Do 20. Dez 2018, 20:18

Das ist Alfred Diener
diener.jpg
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Re: Unbekannter Taucher

Beitragvon Lothar » Fr 21. Dez 2018, 10:53

Hallo,
bloß zur Ergänzung, die frühe Tauchschule, auf der Diener, ein ehemaliger dt. Kampfschwimmer, als Tauchlehrer arbeitete und durch eigenes Verschulden 1957 ums Leben kam (zu tief mit O2), war die Barakuda-TS auf Elba (1956 gegründet), auf der u.a. auch Dennis Oesterlund mit Diener arbeitete.
Über Walter Müller müsste unser Mitglied Bernd Schneider mehr wissen, der sich mit der Tauchgeschichte in Nürnberg befasst.
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Re: Unbekannter Taucher

Beitragvon Franz » So 23. Dez 2018, 14:22

O²-ler

Philipp Jungschläger hat zum Thema zwei interessante Emails geschickt.

Gruß,
Franz

Hallo Franz,
vielen Dank für Deine Nachricht. Bist Du ein Frühaufsteher , oder hast Du die Mail zeitversetzt geschickt,
Um 5:29h bin ich hier, ohne Vorwarnung, noch nicht einsatzbereit, hi.
Ja, wenn Du willst, kannst Du den Text ins Forum stellen, will nur keine große Diskussion mehr über das Thema
anzetteln. Die hat es in den 1950er Jahren zur genüge gegeben. Mich störte nur etwas die immer wiederkehrende
Bemerkung, "der ist zu tief getaucht mit dem Sauerstoffgerät". So einfach ist es eben nicht.
Aber einen wichtigen Punkt hast Du natürlich erwähnt, die Zeit. Mit entscheidend bei dem Tauchen mit den
Kreislaufgeräten war natürlich, wie lange man sich in der jeweiligen Tiefe aufhielt. Das war damals auch aus
der Beschreibung der O²-Dräger-Geräte zu ersehen.
Und dann gibt es noch einen Punkt der meiner Meinung nach nicht immer mit einkalkuliert wurde und auf
den ich auch erst gekommen bin, als ich schon mit Pressluft tauchte. Wenn ich mit Klubkameraden in der
"Nach-Sauerstoffzeit" mit Pressluft getaucht bin, wurde der Aufstieg immer dann gemacht, wenn der Erste von
uns die Reserve gezogen hat. Und dann stellte sich heraus, das meine Flasche meist noch mind. halb voll war.
Das hat mir im Tauchclub schnell den Ruf eingebracht, ich sei "zu geizig zum atmen". Ich nehme an, das lag
daran, da ich die ersten beiden Jahre meines Taucherlebens noch ohne Tauchgerät getaucht bin und man eignet
sich dann doch eine Technik an, bei der man jede unnötige Bewegung vermeidet. Immerhin konnte ich mit 15
Jahren schon locker 3 1/2 Min. unter Wasser bleiben. Wenn ich das jetzt mal auf die O² Taucherei umsetze, dann
sehe ich da schon einen Unterschied ob ich in größeren Tiefen mal als Beispiel 3 oder 6 Atemzüge/Min. mache. Der
Körper bekäme ja dann schnell die doppelte Menge an Sauerstoff. Allein deshalb kann man meiner Meinung nach
keine feste Tauchzeiten und Tauchtiefen für O²-Geräte festlegen.
Also die ganzer Sauerstofftaucherei ist sehr komplex und ich will dafür bloß keine Reklame mehr machen. Aber
wir hatten damals oft keine Alternative. Einen alten U-Boottauchretter habe ich fü 60,-DM erworben. Das erste
"DELPHIN II"-Gerät mit 5 Ltr. kostete zu der Zeit 260,-DM. Aber das Hauptproblem war ja damals die Füllung.
In Italien mussten wir oft 100-200 Km fahren, um unsere Pressluftflaschen füllen zu können. Für den Tauchretter
hatte ich 2x 40 Ltr. Industrieflaschen in unsrem Bulli und das Nachfüllen der Tauchretter-Flasche war gar kein
Thema. Und Atemkalk gab es von Dräger in handlichen Kanistern.
Soweit das Thema O² Tauchen. Euch beiden auch noch mal schöne und geruhsame Feiertage und viel Erfolg
und gute Gesundheit für das kommende Jahr 2019.

Viele Grüße

Philipp


Am 23.12.2018 um 05:29 schrieb Franz Rothbrust:
> Hallo Philipp,
>
> vielen Dank für deine interessante Nachricht.
> Ich würde gerne mit Sauerstoff tauchen, wegen der vielen Unwägbarkeiten lasse ich lieber die Finger davon.
>
> Kann ich deinen Text ins Forum stellen?
>
> Frohes Fest,
> Gruß,
> Franz
>
>
> Am 22.12.2018 um 16:06 schrieb Philipp:
>> Hallo Franz,
>>
>> habe heute erst mal wieder in Euer Forum geschaut sonst hätte ich Euch den Namen des Taucher´s auf
>> dem Bild sicher schon früher nennen können. Im Anhang ein Nachruf.
>> Nur mit der Beschreibung, A.Diener ist mit dem Sauerstoffgerät zu tief getaucht, bin ich nicht so ganz
>> einverstanden. A.Diener ist mit einem Sauerstofftauchgerät verunglückt, aber wer sagt das er zu tief getaucht
>> ist. Erwiesen, das er mit dem Gerät zu tief getaucht ist, wurde das meines Wissens nie. Klar, nachdem bekannt
>> wurde das er mit einem Sauerstoffgerät verunglückt ist, war schnell für die selbsternannten Experten klar, es
>> lag am Sauerstoffgerät. Aber was ist eigentlich " zu tief " für diese, damals auch von mir viele Jahre gerne benutzten
>> Geräte? Mit Sauerstoffgeräten konnte man auch schon in wenigen Meter Tiefe verunglücken. Waren die dann auch
>> schon zu tief.? Ich gestehe, ich habe mich auch damals mit solchen Geräten in Tiefen bewegt, die ich heute gar nicht
>> mehr nennen möchte, damit niemand meint, die Geräte können ja dann nicht so gefährlich sein. Doch sind sie! Aber
>> man konnte quasi den Sauerstoffanteil manipulieren, wenn man vorher wusste, in welche Tief man tauchen wollte.
>> Aber wir Menschen sind einfach zu unterschiedlich, als das man eine feste Regel aufstellen könnte. Was dem ein
>> nichts ausmacht, kann für einen anderen tödlich sein. Auch wurden von den Herstellern in verschiedenen Ländern
>> unterschiedliche Höchstgrenzen für das Sauerstoff-Tauchen angegeben. Bei Dräger waren es mal 13 mtr. und bei einem
>> anderen Dräger-Gerät 25 mtr. Später sprach man dann von maximal 10 mtr. Aber auf den italienischen Tiefenmessern
>> von SOS waren es 17 mtr.
>> Zweifellos können die Sauerstoff-Kreislaufgeräte gefährlich sein, aber wenn man sich intensiv mit der Materie befasste,
>> und mit einem erfahrenen Partner tauchte, konnte man die "Schweigende Welt" wirklich genießen.
>>
>> Viele Grüße
>>
>> Philipp
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