Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon oxydiver » Mo 25. Sep 2017, 07:09

Hallo,

die Bethel Patenttexte sind aus "Dinglers Polytechnischem Journal", 1938, Band 67. Nachzulesen z.B. hier: http://dingler.culture.hu-berlin.de/art ... 7/ar067030

Gruß Micha

bethel.pdf
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon stg53 » Mo 25. Sep 2017, 17:48

moin Franz!
die Membran im Sprachrohr-Schlauch macht Sinn -wenn es denn explizit ein solcher ist.......

wir können sicherlich alles mit modernen Verfahren/Werkzeugen/Materialien bauen. aber liegt nicht gerade der Reiz darin, dass alles in althergebrachter Art-/Weise zu bauen. ich würde z.B. ein autarkes bail-out System (ähnlich dem Nargileh-Gerät) nicht schlecht finden. im notfall muss der taucher dann nur das Mundstück in den Mund nehmen. ggf reicht auch LA plus 1,ol DTG
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon Franz » Di 26. Sep 2017, 08:50

Hallo Ulf,

authentische Bauweise, ja das ist unser Ziel!

Lederteile:
Ich stelle mir einen handwerklich traditionell, richtig schön gemachten Tauchanzug vor mit sauber gearbeiteten Details. Hoffentlich kann uns das Ledermuseum jemand nennen. Es gibt viele Sattler und Lederschneider im Internet zu finden.

sattlerwerkzeug.jpg
Sattlerwerkzeug
sattlerwerkzeug.jpg (63.14 KiB) 299-mal betrachtet


Metallteile:
Die Metallteile soll Rob Krul in Holland bauen, hier ein Rouquayrol-Denayrouze Helm aus seiner Werkstatt:

RD-rep#.jpg
Der Bernsteintaucherhelm ist 1A*** gemacht, so schön verarbeitet müssen unsere Metallteile sein, sonst lohnt der ganze Aufwand nicht.


Holzteile:
Die vier kleinen "Hochleistungsbalgen" müssen ebenfalls handwerklich nach alter Art gefertigt werden, nix Spanplatte. Balgmacher war füher ein eigenständiger Beruf. Heute machen das nur noch die Orgelbauer. Als Ausgleichsgefäß verwenden wir ein kleines hölzernes 15 Liter Faß, die Dinger sind druckfest.

Wagner2.jpg


Notfallsystem,
Das könnte eine 1 Liter Flasche mit Automat sein. Der Automat wird innen am Fensterflansch vor dem Mund des Testtauchers montiert, sodaß er im Notfall nur "zubeißen" muß. Wir brauchen also Platz im Kopfteil dafür. Ich hätte soetwas hier liegen:

L1190463#.jpg


Ich freue mich auf die Realisierung unserer gemeinsamen Arbeit. Der Testtauchanzug muß in Bau gehen. Dr. Förster soll ein Anfangsbudget bereit stellen. Das Ledermuseum muß in die Gänge kommen. Ich klingle ich heute wieder in Offenbach und Stralsund an.


Gruß,
Franz
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon Franz » Di 26. Sep 2017, 14:16

Krefterianer,

aus Dänemark sind bessere Fotos von deren Balganlage gekommen:

DHT1998_03-21#.jpg

DHT1998_03-21##.jpg
DHT1998_03-21##.jpg (164.01 KiB) 293-mal betrachtet


: )
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon oxydiver » Mi 27. Sep 2017, 06:45

Guten Morgen,

die Kreeft-Balgen können ruhig etwas moderner aussehen, wir sind ja nicht mehr im Mittelalter. Dieser Doppelbalg soll aus 1750 stammen. Obwohl, man erkennt es ja nicht richtig, viel verändert hat sich über die Zeit wohl nicht. Wichtig sind auf jeden Fall, neben dichtem Balgleder, dichte Rückschlagventile. Einfach Lederlappen auf Holzloch reicht da nicht. Ich würde (habe) da einen (gedechselten) Dichtsitz aus Horn oder Messing einbauen. Sonst hat man zu viel Druckverluste.

französisch-1750web.jpg


Gruß Micha
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon stg53 » Mi 27. Sep 2017, 09:10

moin KTA-Interessierte!
1. die finanzielle Absicherung des Projekts sehe ich als wichtigste Aufgabe. Hierzu soll/muss je der Vorstand einen Plan bei Dr. Förster einreichen.
2. wie immer bei solchen Experimenten müssen wir eigentlich 2-3 KTA bauen. einen aus neuwertigen Material, nur um zu sehen ob unsere theoretischen Überlegungen zu physikalischen (Atem-) Vorgängen so als richtig erweisen. der zweite ist eigentlich die permanente Baustelle. an diesem wird dann immer Detail verändert, Sitz, Größe usw.. Dieser Anzug dient dann auch zur Generalprobe. Der 3 KTA ist dann das finale Produkt. an ihm muss dann bewiesen werden, dass der KTA funktioniert hat, der geht dann auch an das dt. Museum.
In Summe wird das Projekt nicht unerheblich teuer. Neben Material und Fremdlohn sehe ich hier vor allem Kosten, um die Projektbeteiligten Minimum 4-5 mal zentral zusammen kommen zu lassen, um in TEAM- Arbeit diesen Kanten zu stemmen. D.h. Fahrt- und Übernachtungskosten.
Zu überlegen ist, ob wir alle Teile von Fa. herstellen lassen. wir sollten überlegen, was wir selbst bauen können. sonst wird m.E. die Kosten in keinem Verhältnis zum Experiment stehen.

Den Lederanzug irgendwo schneidern lassen ...... klar könnten wir das. wäre es aber zB nicht sinnvoller, die Lederteile nur vernähen zu lassen und dann versuchen die Nähte selbständig dicht zu bekommen. Für das "Probe-Tapen" könnte man sich zusammengenähte Reste m Vorab zukommen lassen.

Luftversorgung @ Franz: ja so könnte es gehen, wobei die Sherwood-Minimus oder die Oceanic Omega 2. Stufen noch kleiner ausfallen und d.h. noch besser in den Helm passen würden.

ich war gestern in Berlin und habe bei der Gelegenheit Norbert Gierschner besucht. Er freut sich, dass Projekt begleiten zu können. Er wartet auf den finalen Startschuss. Wir müssen Norbert dann natürlich vorrangig mit Bild-/Textmaterial versorgen und ihn vor allem fest in die Kommunikation einbinden.

Gruß
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon Franz » Mi 27. Sep 2017, 14:46

Hallo Zusammen
Seit gestern haben wir hier einen Glasfaseranschluss und nichts geht mehr. Ich kann nur über mein Handy ins Internet, das Mäusekino nervt. Ab nächsten Dienstag soll alles wieder funktionieren

Bis dann,
Franz
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon oxydiver » Sa 30. Sep 2017, 07:01

Hallo Kreeftiologen,

Mir ist zu den Schläuchen noch folgendes durch den Kopf gegangen. Weiter vorn hatte ich ja geschrieben das der Sprechschlauch (zuerst Abluftschlauch) die Stützspirale ja eher innen haben müsste da der Druck von außen wirkt. Wenn wir aber hier nun eine Membran einsetzten konn diese eigentlich nur oben gesessen haben. Dann hätten wir Druck auf beiden Schläuchen, die historische Beschreibung stimmt soweit und beide Schläuch sind identisch.
Franz, der Sicherheitsaspekt mit einer weitern Membran unten war damals sicher nicht vordergründig.

Gruß Micha
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon Franz » Di 3. Okt 2017, 09:31

Hallo Micha,
zum Ausprobieren an der Wasseroberfläche und für die Ausstellung im Museum bauen wir nur eine Membran oben ein. Zum Tauchen würde ich aus Sicherheitsgründen eine zweite Membran im Helm vorschlagen, wenn mit einem Lederschlauch getaucht wird.

Seit gestern Nachmittag funktioniert meine Telefonanlage wieder. Morgen rufe ich beim Ledermuseum an und mache etwas Druck. Von der Sekretärin weiß ich, daß unser Projekt "Chefsache" geworden ist.
Morgen rufe ich auch Dr. Förster und frage nach einen Etat für den Versuchsanzug. Micha, was wird der kosten, so Pi mal Daumen?
ABC-Jacke, Gartenschläuche, Schlauchanschlüsse, Hochdruckbalg, Fenster usw.

Im Laufe dieser Woche erstelle ich die bereits angekündigte Liste zum aktuellen Stand unserer Konstruktion damit wir die Übersicht behalten. Ich denke, daß mit dem Versuchsanzug begonnen werden kann. Wenn der fertig ist und funktioniert, wissen wir wie der "echte" Anzug gebaut werden muß und können einen KV erstellen.

Sven Jörgensen hat den Artikel zum Anzug aus Raahe übersetzt:
The Old Gentleman Wanha Herra.pdf
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: )
Franz
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon stg53 » Di 3. Okt 2017, 15:30

Moin KTA Enthusiasten!
Was haltet ihr davon, dass wir an dieser Stelle vielleicht mal eine "konstruktive Denkpause" einlegen, um zu aller erst im Vorstand den Stand und den weiteren Weg an diesem eventuellen Projekt festzulegen. Prinzipiell muss beurteilt werden:
Frage 1: ist das Projekt in seiner Komplexibilität incl. Test unter realen Bedingungen realisierbar?
Frage 2: wer beteiligt sich aktiv am Projekt?
Frage 3: sind ausreichende finanzielle Mittel verfügbar?
Frage 4: ist der genannte Termin zu halten?
Frage 5: welche Arbeiten können durch den Verein(Mitglieder) erledigt werden, was muss durch Dritte gemacht werden?

Mir geht das hier alles ein bisschen arg drunter u drüber. Den Beteiligten ist klar geworden, welche Bedeutung das Projekt "KTA" hat und das erhebliche Kosten, Planungs-/ Arbeitszeiten entstehen, zzgl diverse "Nebenbaustellen" (z.B. Begleitung des Projekts durch Fachzeitschriften, TV und Rundfunk) integriert werden müssen. Da schlussendlich der Vorstand für das Projekt Verantwortlichkeit zeichnen wird, sollte vom Vorstand möglichst bis Ende Oktober ein richtungsweisendes Konzept aufgestellt werden. In diesem sollte neben der Beantwortung der 4 primären Fragen, eine detaillierter Ablaufplan enthalten sein.
Grundlage dafür könnte ja die von Franz angekündigte "Liste zum aktuellen Stand" sein.

Mir ist klar, dass bei solch einem Projekt vieles erst in der Phase des Bauens bemerkt, verbessert und geändert werden kann/muss. Wenn wir jedoch als Verein dieses Projekt gemeinsam stemmen und vor allem erfolgreich sein wollen, dann bedarf es m.E. einiger Änderungen.

Bitte gewährt dem Vorstand eine kleine Denk-/Arbeitspause in der Sache.
#Ulf
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