Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon Frog » Sa 9. Dez 2017, 07:48

dann wären wir wieder bei der Variante die schon zur Sprache kam , mit der Dräger-Haube mit R168-Maske.
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon Franz » Sa 9. Dez 2017, 09:51

Freunde des historischen Nachbaus!

Unseren Testtaucher wollen wir ordentlich mit frischer Luft versorgen. Wir hatten diese Bauweise für den Balg ins Auge gefasst:

Doppelbalg#.jpg


Es sollte möglich sein 40 Hebelbewegungen am Doppelbalg pro Minute auszuführen. Das ist relativ langsam, im Bedarfsfall kann auch mit höherer Frequenz gepumpt werden. D.h. es werden im "Normalbetrieb" ca. 20 Pumpbewegungen pro Balg und Minute sein, die etwa 40 Liter Luft liefern (Balgvolumen 1 Liter). Bei einer Hebellänge von 1100 mm müsste mit einer Kraft von etwas weniger als 10 kg der Hebel bedient werden um einen Überdruck von 0,5 Bar zu erzeugen. Pro Person wären demnach etwa 5 kg Druck- bzw. Zugkraft aufzubringen.
Ich denke wir kommen beim Tauchen mit zwanzig Litern in der Minute aus, das wären gemütliche 20 Hebelbewegungen in der Minute, eine alle drei Sekunden.

: )
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon oxydiver » Sa 9. Dez 2017, 10:41

Sieht gut aus. Also Variante "C". Ist das die Konstruktion vom Orgelbauer Hochdruckbalgspezialisten? Ich hätte beide Bälge in einer Sammelkammer zusammengefasst und wäre nur mit einem Anschluss rausgekommen.
Im Detail wird es interessant wie er die hermetische Abdichtung beider Bälge zueinander am Scharnier praktisch löst. Unter Beachtung des Druckes.

Gruß Micha
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon Franz » Sa 9. Dez 2017, 12:37

Hallo Micha,

die skizzenhafte Konstruktion ist von mir nach deiner Variante "C".
Beim Doppelbalg pumpt der eine, während der andere saugt, so ist der Luftfluß konstanter.
Der Orgelbauer soll erstmal einen Versuchsbalg bauen. Evtl. brauchen wir außen herum "Druckauffangwangen". . .

Jetzt über das Wochenende komme ich endlich dazu weitere Skizzen zu machen.

: )
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon Lekies » Sa 9. Dez 2017, 16:12

Es dürfte wirklich ausreichen, wenn der Taucher seinen Ballast selbst abwerfen kann. Es ist ja technisch fast nicht möglich, die Konstruktion 100%ig zu fluten. Ich schätze mal, dass ihr wenigstens so um die 20 Kilo Gewicht brauchen werdet, um Abtrieb zu erzeugen. Wenn es dafür einen funktionierenden Schnellabwurf gibt, sollte das reichen um zügig an die Oberfläche zu kommen.

Was ganz ketzerisches.... was spricht dagegen, durch den Sprechschlauch einen dünnen 2-adrigen Draht zu ziehen und innen im Helm eine kleine Sprchkapsel einzusetzen? Sieht kein Mensch.....Kommunikation erhöht die Sicherheit aber ganz enorm!
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon Franz » Sa 9. Dez 2017, 16:29

Hallo Zusammen,

mit Dr. Förster ist folgendes abgesprochen:

- Die Kommunikation mit dem Taucher soll aus Sicherheitsgründen über eine richtige Sprechgarnitur erfolgen. Dazu gibt es eine Anschlußbuchse am Helm, die später im Museum durch eine Blindverschraubung ersetzt wird.

- Für den Testtauchgang sollen wir für die Luftversorgung einen richtigen Taucherschlauch mit T-Stück zu einer Pressluftflasche verwenden.

- Es soll eine alternative Luftversorgung eingebaut werden, falls mit dem Helm etwas passiert. Ein kleiner Lungenautomat vor dem Mund des Tauchers mit einer geöffneten 1 - 2 Liter Pressluftflasche, die der Taucher im Anzug hängen hat. Dazu fällt mir siedend heiß ein, daß bei dieser Konstellation, es dem Taucher nicht möglich sein wird mit einem innen hängenden Schwamm den Beschlag der Scheibe zu entfernen. Der Schwamm wurde im Zeitzeugenbericht erwähnt.

Die Bleigurte ändern wir so ab, daß sie der Taucher selbst abwerfen kann.

: )
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon oxydiver » Sa 9. Dez 2017, 16:59

Männer mit den starken Lungen,

Das fetisch Material ist eingetroffen, fast zu schade zum zerschneiden. Optisch täuscht das, die originale Gummihaube des ABC Anzuges ist viel größer als das Gestell. Ich mache mich ran, sollten wir für Details noch mal ne Telko machen?

20171209_153129.jpg


Franz, originale Schläuche haben für mein GEFÜHL einen zu grossen Strömungswiederstand? Der Platz für den Automat ist begrenzt, Variante siehe vorher.

Volker, bezüglich der Risiken bin ich eher bei Dir, aber wir machen es ja nicht zum Selbstzweck. Hast Du so eine Sprechgarnitur? Ist das Helmteil nur ein Lautsprecher? Basteltechnisch darüber nachgedacht hatte ich schon länger...

Micha, schönen 2. Avent
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon Lekies » Sa 9. Dez 2017, 17:39

Es gibt sogenannte Hör-/Sprechkapseln die gehen in beide Richtungen. Der Standard bei allen Wechselsprech-Tauchertelefonen ist, dass man den Taucher oben permanent hört und der Signalmann zum Sprechen einen PTT-Schalter drücken muss,so ähnlich wie bei einem CB-Funkgerät. Kapseln gibt es in den verschiedensten Varianten, das technisch simpelste wäre ein ganz kleiner normaler Lautsprecher, der dann auch als Mikro fungiert. Ich würde eher eine Kapsel aus einem alten Telefon nehmen, da habe ich noch eine größere Menge liegen - ca 5cm im Durchmesser etwa 2 cm hoch. Da müsste man nur überlegen, wo und wie man die befestigt. Wenn man nur eine Kapsel verwendet, wird man in der engen Haube entweder gut hören, oder verständlich sprechen, deswegen haben wir im Helm meistens 2 Kapseln, bei der engen Haube könnte das aber knapp werden. Zusätzlich ist auch die Lautstärke der einströmenden Luft zu berücksichtigen.Eine Landstation könnte ich leihweise zur Verfügung stellen.

Eine idee zum Bailout - ich würde den Luftzuführungsstutzen als T-Stück ausbilden, dann kann man in diesen Stutzen einfach die Reserveluft einspeisen. Sonst müsste man einen zuätzlichen Durchbruch in die Haube bauen.
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon oxydiver » So 10. Dez 2017, 08:35

Moin Volker,
So eine einfache Zweidraht Kommunikation hatte ich auch im Auge gehabt. Dynamische Tlefonkapsel oder wasserfester Kleinlautsprecher.
Screenshot_20171210-065711.jpg

Beim Bailout kommt es eben auf die Scenarien an. Wenn die Haube defekt wäre, nützen alle Paralleleinspeisungen nichts. Aber wie gesagt ich halte es für ziemlich unwarscheinlich.

Micha
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Re: Nachbau des Tauchanzugs von Peter Kreeft

Beitragvon Franz » So 10. Dez 2017, 13:47

Freunde,

es lebe der zweite Advent!

L1190712#.jpg


Heute entstand die Zeichnung vom Helmfenster:

img994#.jpg
Im Zeitzeugenbericht werden die Außenmaße mit 8 bis 9 Zoll genannt, das ist viel zu groß: ca. 180 x 220 mm. Wir würden Probleme bekommen das flache Fenster an die runde Helmform zu montieren. Ich habe es daher ewas verkleinert. Links sitzt ein Scharnier, rechts außen zwei Flügelmuttern, die das Fenster zuhalten.

img995##.jpg


Die Zeichnungen vergrößern sich wenn man draufklickt.

: )
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